Veranstaltungen des Demenz-Servicezentrums Westliches Ruhrgebiet

Foto: Niko Synnatzschke, KNSY

Veranstaltungen 2018

Dialogveranstaltung „Demenz 2030 – Wie wollen wir leben?“

September 2018

Der dritte Zukunftsdialog in der Veranstaltungsreihe „Demenz 2030 – Wie wollen wir leben?“ im Rahmen des gleichnamigen Themenjahres der Landesinitiative Demenz-Service NRW hat am Donnerstag, den 13.09.2018 im Haus der Universität Düsseldorf für den gesamten Regierungsbezirk Düsseldorf stattgefunden. Veranstaltet wurde der Dialog von den Demenz-Servicezentren für die Regionen Bergisches Land, Düsseldorf, Niederrhein und Westliches Ruhrgebiet sowie vom Demenz-Servicezentrum für Menschen mit Hörschädigung.

Ca. 90 geladene Gäste aus den Städten, Kreisen und Gemeinden, aus Politik und Verwaltung sowie Demenzexpertinnen und Demenzexperten, Leistungsanbieterinnen und Leistungsanbieter, Bürgerinnen und Bürger diskutierten über Möglichkeiten der Unterstützung und Begleitung von Menschen mit Demenz und ihrer pflegenden Angehörigen und welche Weichenstellungen im Regierungsbezirk Düsseldorf jetzt und in naher Zukunft erforderlich sind.

Nach der Begrüßung durch den Stadtdirektor der Landeshauptstadt Burkhard Hintzsche, interviewte der Moderator Tom Hegermann zunächst Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Demenz-Servicezentren zur Ausgangslage im Regierungsbezirk. Hier ging es um Angebote zur Unterstützung im Alltag und gesellschaftliche Teilhabe, Fragen zur Prävention von Demenzerkrankungen, Möglichkeiten der Selbstbestimmung und Selbsthilfe für Betroffene, Versorgungsstrukturen im ländlichen Bereich sowie um besondere Herausforderungen für ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, die an Demenz erkrankt sind. Anhand filmischer Beiträge wurden innovative Projekte und Bürgerstimmen aus der Region vorgestellt.

Im anschließenden Podiumsdialog mit Vertreterinnen und Vertretern der Medizin, Wohlfahrtspflege und Kommune, Angehörigenselbsthilfe und Pflegekassen wurde diskutiert, wie Versorgungsnetze ausgestaltet sein sollten, um heutigen und zukünftigen Herausforderungen begegnen zu können. Mit dem deutlichen Hinweis, dass es nicht an Erkenntnissen, Konzepten und Ideen mangelt, sondern diese gemeinsam in aktives Handeln umgesetzt werden müssen. Im Nachgang hatten alle Teilnehmenden die Möglichkeit, in Kleingruppen miteinander ins Gespräch zu kommen und ihre Ideen, Vorschläge und Wünsche zum Thema „Demenz 2030 – Wie wollen wir leben?“ im Plenum zu präsentieren.

Weitere Informationen zum Themenjahr sowie die filmische Dokumentation der Veranstaltung finden Sie unter https://mensch.nrw/leben-mit-demenz-2030/zukunftsdialog-duesseldorf-erste-eindruecke/ .

Bilder zur Veranstaltung:

Kick-Off zur Ausgangslage - Interview mit Vertreter*innen der Demenz-Servicezentren

 

Dialogrunde

 

Veranstalter des Zukunftsdialogs

Standrundfahrten in Duisburg
Kennenlernen von Unterstützungsangeboten

Juni / Juli 2018

Senior*innen, Angehörige und Interessierte erlebten eine Stadtrundfahrt der besonderen Art: Das Demenz-Servicezentrum Westliches Ruhrgebiet hatte gemeinsam mit den Duisburger Akteuren dazu eingeladen, Unterstützungsangebote für ein selbstbestimmtes Leben im Alter kennenzulernen. Weil der persönliche Kontakt zu Anbietern und das Kennenlernen der Hilfsangebote  vor Ort mehr ist, als nur in Flyern darüber zu lesen.

Mit dem stadtkundigen Fahrer des Serviceliners und den Mitarbeiterinnen des Demenz-Servicezentrums Westliches Ruhrgebiet startete die Busfahrt an drei Tagen quer durch die verschiedenen Stadtgebiete Duisburgs. Über die Stadtautobahn, Straßen und Brücken hinweg, ging es vorbei an Sehenswürdigkeiten, Denkmälern, Siedlungen und vielem mehr hin zu Standorten der Alltagsunterstützung. Fachleute aus den Bereichen Medizin, Senioren- und Demenzberatung, Pflege, Wohnen im Alter und Alltagsbegleitung stellten den Fahrgästen im Bus ihre Hilfsangebote vor. So erhielten sie an den Halteorten viele interessante Informationen zu Angeboten, die ein selbstständiges Leben zu Hause erleichtern. Während der Fahrt hatten die Teilnehmer durch die Erläuterungen des Busfahrers außerdem die Gelegenheit, neue Facetten der Stadt zu entdecken und Erinnerungen aufzufrischen.

Ein gemeinsames  Mittagessen mit der Möglichkeit, an Infotischen noch einmal persönlich mit den Ansprechpartner*innen der verschiedenen Angebote ins Gespräch zu kommen, schloss den Ausflug zur Hilfe ab.

„Ich habe viel Neues erfahren und Menschen kennengelernt, die mir helfen können, wenn ich Unterstützung brauche. Man sollte sich frühzeitig informieren. Ich werde auch meiner Nachbarin von der Busfahrt erzählen. Solche Fahrten müsste es öfter geben“, sagt eine Teilnehmerin.  

Die Mitarbeiterinnen des Demenz-Servicezentrums wissen: Wer informiert ist, Vorsorge trifft und rechtzeitig Beratung und Unterstützung annimmt,  kann sein Leben auch mit Einschränkungen im Alter weiterhin selber gestalten, z.B. mit ambulanter Pflege und Betreuung zu Hause. Auch die ärztliche Unterstützung und Abklärung, wenn das Gedächtnis nachlässt, sei wichtig. Zu wissen, welche Angebote in Anspruch genommen werden können, schafft Sicherheit und entlastet.

Über die positive Resonanz der Teilnehmer*innen zu dieser besonderen Stadtrundfahrt freuten sich die Mitarbeiterinnen des Demenz-Servicezentrums und die Duisburger Akteure.

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.

Bilder zu den drei Bustouren:

Bustour Duisburg Mitte-Süd am 26. Juni 2018
 
 
Bustour Duisburg-West am 27. Juni 2018
 
 
Bustour Duisburg-Nord am 3. Juli 2018

Veranstaltungen 2017

Bottroper Aktivwoche "Demenz, was nun?"
 
November 2017
 
Demenz stellt das gewohnte Leben auf den Kopf!
Mit der Aktivwoche „Demenz, was nun?“ stellten die Bottroper Akteure vom 13.-18. November 2017 ihre Angebote der Öffentlichkeit vor und machten Mut, Demenz aktiv zu begegnen.
 
Die Bottroper Aktivwoche startete mit einer Auftaktveranstaltung. Eröffnet wurde diese von Herrn Oberbürgermeister Tischler, dem Schirmherrn der Aktivwoche und Kathrina Becker vom Demenz-Servicezentrum Westliches Ruhrgebiet.
In Vorträgen wurden der „Mobile Demenz-Service“, als Hilfs- und Beratungsangebot des Gesundheitsamtes Bottrop (Dr. Astrid Danneberg), sowie Untersuchungsmöglichkeiten bei demenziellen Erkrankungen (Giovanni Calandro, Facharzt für Neurologie/Geriatrie des Knappschaftskrankenhaus Bottrop) vorgestellt.
 
 
Am Nachmittag erwartete die Besucher eine Lesung von 5-Minuten-Geschichten für Menschen mit Demenz. Gelesen wurden diese von Herrn Bürgermeister Strehl und den Bottroper Akteuren. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch die Bergmannskapelle Prosper Haniel und Gitarrenbegleitung durch Rüdiger Stamm (Tagespflege ASB).
Die Bottroper Akteure präsentierten auf der Bühne die zahlreichen Angebote, Aktionen und Veranstaltungen, die im Rahmen der Aktivwochen stattfanden – von Vorträgen und Informationsveranstaltungen, tiergestützter Ergotherapie und Filmabenden bis hin zum Improvisationstheater mit Menschen mit Demenz.
 
 
Die Veranstaltung war der Auftakt zu vielen weiteren öffentlichkeitswirksamen Angeboten, die vom 13.-18. November in Bottrop interessierte Bürger, Menschen mit Demenz und Angehörige zu Begegnungen einluden.
 
Organisiert und koordiniert wurde die Bottroper Aktivwoche vom Demenz-Servicezentrum Westliches Ruhrgebiet, dem Gesundheitsamt der Stadt Bottrop und den Bottroper Akteuren.
 
Eine Sammlung von Presseberichten zur finden Sie hier:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Duisburger Aktivwochen "Demenz, was nun?"
 
September/Oktober 2017
 
Vom 21. September bis 20. Oktober fanden die Duisburger Aktivwochen „Demenz, was nun?“ statt. Geboten wurden Vorträge, Ausstellungen, Lesungen, kulturelle und sportliche Aktivitäten, die sich an Menschen mit Demenz, Angehörige, Begleiter und interessierte Bürger/-innen richteten.
 
„Demenz stellt das gewohnte Leben auf den Kopf!“
Wichtig ist, möglichst viel über die Krankheit zu wissen, sich mit ihr auseinanderzusetzen und sein Leben mit Demenz zu gestalten. Sicherheit und Unterstützung bieten begleitende Beratung sowie Pflege-, Betreuungs- und Entlastungsangebote.
 
Im Rahmen der Aktivwochen stellten die Duisburger Akteure ihre Angebote der Öffentlichkeit vor und machten Mut, Demenz aktiv zu begegnen.
 
 
Organisiert und koordiniert wurden die Aktivwochen vom Demenz-Servicezentrum Westliches Ruhrgebiet gemeinsam mit den Duisburger Akteuren.
Ausstellung "Was geht..."
Aktivitäten und Potenziale von Menschen mit Demenz
 
Oktober/November 2017
 
 
Das Demenz-Servicezentrum Westliches Ruhrgebiet lud im Rahmen der Duisburger Aktivwochen "Demenz, was nun?" vom 5.10. - 03.11.2017 gemeinsam mit den Sana Kliniken Duisburg zur Ausstellung "Was geht...- Aktivitäten und Potenziale von Menschen mit Demenz" ein.
 
In der Ausstellung mit dem gleichnamigen Buch „Was geht…“ portraitiert der Magdeburger Fotograf Michael Uhlmann Betroffene mit ihren Fähigkeiten und Stärken, mit ihrer Aktions- und Lebensfreude. Er öffnet uns den Blick über die Erkrankung hinweg auf die Person. Begleitet werden die Arbeiten von ausdrucksstarken Texten, die die Autorin Petra Uhlmann aus gemeinsamen Gesprächen mit den Menschen mit Demenz verfasst hat.
 
Die Ausstellung startete mit einer Vernissage, bei der die Autorin Petra Uhlmann aus dem Buch las. Die Texte und Bildgeschichten ließen die Gäste Anteil nehmen an einzigartigen Augenblicken. Sie zeigen, auf welch vielfältige Art und Weise Betroffene nach der Diagnosestellung noch aktiv und kreativ sein können.
 
Bilder und O-Töne zur Vernissage:
In Duisburg leben heute ca. 7000 Erkrankte. „Die Anzahl der Menschen mit Demenz wird sich in den nächsten Jahren verdoppeln, hier ist ein aktives Handeln unumgänglich.“, sagt Dr. Schröer, Chefarzt der Geriatrie in den Sana Kliniken Duisburg und ergänzt: „Nur wenn wir alle die vielen Facetten der Erkrankung verstehen, können wir den Patienten, ihren Angehörigen und Familien gerecht werden.“ Dazu gehörten auch das Verständnis und die Anerkennung der Stärken, Bedürfnisse und Wünsche der Erkrankten. Hierzu gibt die Ausstellung eindrucksvolle Einblicke.
 
„Für die meisten Menschen ist die Vorstellung, im Alter an einer Demenz zu erkranken, erschreckend. Die in der Ausstellung portraitierten Menschen machen Mut. Sie zeigen, wie das Leben gestaltet werden kann und lebenswert bleibt“, sagt Elke Riedemann vom Demenz-Servicezentrum Westliches Ruhrgebiet. Hier gab auch die AWOcura Hausband „Silversingers“ aus dem Seniorenzentrum im Schlenk, die die Vernissage musikalisch umrahmte, ein wunderbares Beispiel.
 
Tour Demenz - Aktion zum Jahresthema "Allein leben mit Demenz"
 
Juli 2017

 
Marathonradfahrer Arnd Bader erreicht Duisburg
Arnd Bader – Triathlet, Ausdauersportler und Mitarbeiter des Demenz-Servicezentrum (DSZ) Region Bergisches Land fuhr fast 700 km alleine und ohne Ortskenntnisse durch ganz NRW. Fahrziele waren die 13 Demenz-Servicezentren des Landes. Auf seiner letzten Etappe erreichte er am 06. Juli 2017 das DSZ Region Westliches Ruhrgebiet auf dem Gelände des Evangelischen Christophoruswerkes in Duisburg.
Mit der symbolischen Aktion möchte er auf die Situation alleinlebender Menschen mit Demenz aufmerksam machen, für die oft Orientierung und das Finden und Annehmen von Hilfe mit Problemen verbunden sind. Die Tour ist Teil der Jahresthemenaktion „Allein leben mit Demenz“ der Landesinitiative Demenz-Service NRW. Weitere Informationen zum Themenjahr und den Film zur Tour Demenz finden Sie auf diesem Blog.
 
Bilder, Bericht und O-Töne zur "Tour Demenz" in Duisburg:
In Duisburg leben ca. 34.000 Menschen über 65 Jahre in Einpersonen-Haushalten. Dabei steigt mit zunehmendem Alter der Anteil der Alleinlebenden wie auch das Risiko einer Demenzerkrankung. „Wenn jemand an einer Demenz erkrankt, wird das Alleinleben zur Herausforderung. Nicht nur für den Betroffenen, auch für Angehörige, Freunde, Nachbarn, sowie für die Kommune“, sagt Ulrich Christofczik, Vorstand des Evgl. Christophoruswerk und gleichzeitig Trägervertreter für das DSZ und ergänzt: „Umso wichtiger ist eine solche Aktion.“ Auch Arnd Bader freut sich über die gelungene Aktion: „Ich war auf die Hilfe von Unterstützern angewiesen, um meinen Weg zu finden und bin dankbar, dass das so gut geklappt hat.“

Dass diese auch und gerade für allein lebende Menschen mit Demenz eine große Bedeutung haben, meinte Elke Riedemann vom Demenz-Servicezentrum Westliches Ruhrgebiet: „Für ein selbstbestimmtes Leben mit Demenz in den eigenen vier Wänden ist es besonders wichtig, dass es wohnortnahe Beratung und vielfältige Unterstützungsangebote gibt. Aufgeklärte Begleiter und demenzfreundliche Alltagsstrukturen, die gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe ermöglichen.“

Diese und andere Anregungen, Wünsche und Forderungen sammelte Arnd Bader auf der Tour Demenz in Form einer „Flaschenpost“, die den Landespolitikern am Ziel der Tour in Düsseldorf beim Abschluss-Event überreicht wurden. Der Etappen-Empfang in Duisburg wurde organisiert vom Demenz-Servicezentrum Westliches Ruhrgebiet und unterstützt von Akteuren des Landes- und Stadtsportbundes Duisburg, von der Duisburger Polizei und dem Evgl. Christophoruswerk. Die Bergkapelle Posper Haniel aus Bottrop sorgte für eine zünftige musikalische Begleitung.
 
 
 
 
 
Demenz und Technik
Selbstständigkeit, Sicherheit und Lebensqualität zu Hause
 
April 2017
 
Das Demenz-Servicezentrum Westliches Ruhrgebiet und das Demenz-Servicezentrum Ruhr luden am 27. April 2017 gemeinsam zur Veranstaltung „Demenz und Technik“ ins Fraunhofer-inHaus-Zentrum in Duisburg ein.
Ca. 100 Interessierte, hierunter Fachkräfte, Mediziner wie auch Menschen mit Demenz und Angehörige folgten der Einladung.
 
Bilder, Bericht und O-Töne zur Veranstaltung:
Im Alltag von Menschen mit Demenz spielen technische Assistenzsysteme eine wachsende Rolle.
"Wir möchten uns in der Tagung heute mit den Chancen wie auch Grenzen technischer Assistenzsysteme befassen. Technik bietet Unterstützung und Entlastung für Betroffene und Angehörige, soll und kann aber soziale Unterstützungsnetzwerke nicht ersetzen.", sagt Philipp Thelen, Geschäftsführer der PariSozial Duisburg und Trägervertreter des Demenz-Servicezentrum Westliches Ruhrgebiet in seinen Begrüßungsworten.

In Vorträgen, an Informationsständen und in Führungen durch das Fraunhofer-inHaus-Zentrum konnten die Teilnehmer in der Veranstaltung technische Unterstützungsmöglichkeiten - von der automatischen Herdabschaltung über Bewegungsmelder bis hin zur GPS-Ortung -, kennenlernen und ins Gespräch kommen.

„Einen besonderen Fokus möchten wir auf die Gruppe der allein lebenden Menschen mit Demenz setzen. Und auch mit Betroffenen über ihre Erfahrungen sprechen, und darüber, welche technischen Hilfsmittel sich in ihrem Alltag bereits bewährt haben.“, sagt Elke Riedemann, Mitarbeiterin im Demenz-Servicezentrum Westliches Ruhrgebiet.

Als Referenten zu Gast waren Stefanie Oberfeld, Fachärztin für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, die über Hürden des Alltags für allein lebende Menschen mit Demenz sprach, Prof. Manuela Weidekamp-Maicher von der Hochschule Düsseldorf, die aus Erfahrungen eines Forschungsprojektes berichtete sowie Susanne Tyll mit einem Vortrag zur Finanzierung von Wohnanpassungsmaßnahmen zu Hause. Aline Wybranietz vom Sozialwerk St. Georg Niederrhein stellte technische Hilfsmittel vor und sprach über praktische Erfahrungswerte zu dessen Einsatz in der Praxis.

Es wurde diskutiert, wie Technik dazu beitragen kann, die Selbstbestimmung und Lebensqualität der Menschen zu stärken, aber auch welche Rolle das Bedürfnis der Menschen im Umfeld nach Kontrolle und Sicherheit für den Einsatz von Technik spielt. Teilnehmer und Referenten sprachen praktische sowie ethische Aspekte an.
 
 
Hier können Sie die Präsentationen der Vortragenden und Handouts herunterladen:
 
 
 
 
angefragt: "Herr M. allein zu Haus" - Die Hürden des Alltags für allein lebende Menschen mit einer Demenzerkrankung, Stefanie Oberfeld
 
angefragt: Leben in assistierender Umgebung –Praxiserfahrungen von AAL-Einsatz bei Menschen mit Demenz, Aline Wybranietz
 

Veranstaltungen 2016

Geistige Behinderung und Demenz
Ein Blick über den Tellerrand
 
September 2016
 
Rund 100 Teilnehmer folgten am 27. September 2016 der Einladung zur Fachtagung ins Tagungszentrum Hotel Franz, welche das Thema "Geistige Behinderung und Demenz" in den Blick nahm.
 
 
Die Begleitung älterer Menschen mit Geistiger Behinderung und der Umgang mit demenziellen Veränderungen sind Themen, die in der Behinderten- und Altenhilfe eine immer größere Rolle spielen und viele Fragen aufwerfen. Unter dem Motto „Blick über den Tellerrand“ wurden viele dieser Fragen im Rahmen von Vorträgen und Workshops aufgegriffen, internationale Perspektiven angesprochen und Erfahrungen ausgetauscht.
 
Nach der Begrüßung durch die Veranstalter und Gastgeber im Franz Sales Haus (Nina Montag, Franz Sales Schule) stellte Verena Krekeler (Demenz-Servicezentrum Westliches Ruhrgebiet) zunächst das Netzwerk NRW Demenz und Behinderung vor. Hervorgehoben wurde insbesondere die Bedeutung der multiprofessionellen Zusammenarbeit, die Netzwerkpartner und die kürzlich erschienene Handreichung für Mitarbeitende der Behinderten- und Altenhilfe zum Thema „Menschen mit Demenz und geistiger Behinderung begleiten“.
 
Akteure des Netzwerk NRW Demenz und Behinderung, zusammen mit Vortragsreferent/innen und Kooperationspartnern der Franz Sales Schule
 
Zu Gast waren als Vortragsreferenten am Vormittag: Prof. Dr. Martina Roes (DZNE Witten) zum Thema „Internationale Erfahrungen zur Versorgungssituation von Menschen mit Demenz und geistiger Behinderung“ und Dr. Claudia Gärtner (Theodor Fliedner Stiftung, Mülheim), die über „Möglichkeiten und Grenzen der Diagnostik demenzieller Erkrankungen bei Menschen mit geistiger Behinderung“ sprach.
Dir. Gerhart Hofer (Schulleitung Kathi-Lampert-Schule für Sozialbetreuungsberufe) gab strukturelle (An-)Regungen aus Österreich, die die aktuelle Verankerung des Themas „Menschen mit Lernschwierigkeiten und Demenz“ in Sozialbetreuungsberufen betrafen.
 
Am Nachmittag fanden fünf Workshops statt, in denen verschiedenste Themen bearbeitet wurden – von den Herausforderungen und Möglichkeiten in der Gestaltung des Alltags, der Theater- und Kulturarbeit, der Begleitung von Menschen mit demenziellen Veränderungen im ambulanten Bereich über Multiprofessionalität bis hin zur „Begleitung am Lebensende“.
 
Begleitet wurde die Veranstaltung durch Gebärdensprachdolmetscherinnen. Mit einem Infostand vertreten war außerdem der Arbeitskreis Demenz und Behinderung Westliches Ruhrgebiet, der über die Angebote und Aktivitäten vor Ort informierte.
 
 
Bilder zur Veranstaltung:
 
Dr. Claudia Gärtner, Theodor Fliedner Stiftung
 
Prof. Dr. Martina Roes, DZNE Witten
 
Oberhausener Aktivwoche
„Demenz, was geht! Mut – Teilhabe – Lebensfreude“

September 2016


Gesellschaftliche Teilhabe und Lebensfreude sind bedeutsam für jeden von uns! Für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen ist das Erkennen und Stärken eigener Potenziale besonders wichtig – ein achtsames Umfeld, anregende Angebote und der Mut etwas Neues auszuprobieren, helfen dabei.
 
Mit unterschiedlichen Aktionen haben das Demenz-Servicezentrum gemeinsam mit dem Netzwerk Demenz Oberhausen durch die Oberhausener Aktivwoche "Demenz, was geht!" (19.-23. September 2016) Mut gemacht, Demenz aktiv zu begegnen. Geboten wurden in der Woche Vorträge, Ausstellungen, Lesungen, kulturelle und sportliche Aktivitäten, die sich an interessierte Bürger, Menschen mit Demenz, Angehörige, Begleiter und Fachleute richteten.

Die Veranstaltungen luden unter dem Motto „Demenz, was geht!“ dazu ein, die vielfältigen Angebote in Oberhausen kennenzulernen und gaben Impulse zu einer gemeinsamen Auseinandersetzung und Begegnung.
Das Programm zur Oberhausener Aktivwoche finden Sie hier als pdf.

Bilder zur Auftaktveranstaltung im Zentrum Altenberg:
 
Vortrag von Peter Wißmann
 
Im Gespräch mit den Teilnehmern
der "Dementi"-Selbsthilfegruppe in Duisburg
 
Podiumsdiskussion
 

Veranstaltungen 2015

Quartiersnahe Versorgungskonzepte für Menschen mit Demenz
2. Sterkrade Symposium

Oktober 2015

Zur Fachtagung „Quartiersnahe Versorgungskonzepte für Menschen mit Demenz“, trafen sich am 29.10.2015 über 100 Teilnehmer in den Räumlichkeiten der Guten Hoffnung Leben in Oberhausen. Kooperationspartner beim 2. Sterkrader Symposium waren das Demenz-Servicezentrum Westliches Ruhrgebiet, Gute Hoffnung Leben und das Netzwerk Demenz Oberhausen.

Den Bericht und weitere Fotos zur Veranstaltung finden Sie hier.

Demenz - Angehörige erreichen und stärken

Mai 2015

 
Am 21. Mai 2015 fand im Spielraum in Bottrop die Fachtagung „Demenz – Angehörige erreichen und stärken“ statt. Rund 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren der Einladung des Demenz-Servicezentrums Westliches Ruhrgebiet, des Gesundheitsamtes Bottrop und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband, Bottrop gefolgt.
 
Wie kann man Angehörige gut erreichen und wie gestaltet sich der Kontakt?
Dies war eine der Fragen, die in der Veranstaltung angesprochen wurde. Für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen besteht ein breites Angebot an Leistungen und Angeboten, die unterstützen und entlasten. Für alle Akteure rund um das Thema Demenz sind die Angehörigen wichtige Ansprechpartner. Wer einen guten Kontakt zu ihnen aufbauen kann, schafft eine der Voraussetzungen zur Inanspruchnahme von Entlastungsleistungen.
Menschen, die in Ihrer Arbeit mit Angehörigen in Kontakt sind, werden einerseits mit verschiedensten Familiensystemen, Interessenlagen, Konflikten und Bedarfen konfrontiert. Andererseits werden bestehende Unterstützungsangebote von betroffenen Familien oft abgelehnt oder nur zögerlich in Anspruch genommen. Die Gründe hierfür sind so vielfältig wie die Situation von Angehörigen und Betroffenen. Offene Ohren, Verständnis, Raum für Gespräche und Lösungsorientierung sind gefragt.
 
Im Dialog mit Ärzten, Fachleuten, Unterstützern und Angehörigen wurden in der Veranstaltung verschiedenste Themen angesprochen. Betrachtet werden Sichtweisen von Angehörigen sowie Chancen für den Aufbau von neuen Zugangswegen aus Sicht der Berater und Begleiter. Auch besondere Aspekte im Kontakt zu Angehörigen mit Zuwanderungsgeschichte und die Gestaltung von Angehörigengruppen werden diskutiert.
 
Eröffnet wurde der Fachtag durch Monika Budke, Bürgermeisterin der Stadt Bottrop.

Es referierten:

  • Christel Schulz (Alzheimer Gesellschaft Bochum) zum Thema "Beziehungen in Partnerschaft und Familie im Verlauf einer Demenzerkrankung stärken
  • Dr. Astrid Danneberg (Gesundheitsamt Bottrop) zum Thema "Wie profitieren Angehörige vom Mobilen Demenz-Service in Bottrop?"
  • Giovanni Calandro (Knappschaftskrankenhaus Bottrop) zum Thema "Zusammenarbeit mit Angehörigen im Krankenhaus"

In den Workshops wurden drei weitere Themen vertieft:

  • I. "Selbsthilfegruppen und begleitete Gesprächskreise aufbauen, unterstützen und vernetzen" (Kirsten Beukenbusch, Andrea Heister und Andrea Multmeier)
  • II. "Besondere Aspekte in der Beratung und Begleitung von Angehörigen mit Zuwanderungsgeschichte" (Barbara Josfeld, Sati Kayabasi)
  • III. "Barrieren in der Inanspruchnahme von Entlastungsangeboten - Zugangswege zu Angehörigen finden" (Jutta Meder, Christel Schulz)
 
Hier können Sie die Power-Point-Präsentationen der Workshops sowie Literaturempfehlungen herunterladen:
 
 
 
Wanderausstellung "Was gut für mich ist"
Portrait einer Frühbetroffenen

Mai 2015 - April 2016

 
Das Demenz-Servicezentrum lud gemeinsam mit der Künstlerin Claudia Thoelen zur Ausstellung "Was gut für mich ein". Die Ausstellung wurde in allen Städten des Westlichen Ruhrgebiets mit unterschiedlichen Kooperationspartnern an öffentlich zugänglichen Orten gezeigt. Die Ausstellung begann jeweils mit einer Eröffnungsveranstaltung, bei der sowohl die Künsterlin als auch Viktoria von Grone anwesend waren.
 
Die Fotoarbeiten von Claudia Thoelen mit Viktoria von Grone als Betroffene zeigen auf künstlerisch beeindruckende Weise, welcher Zuversicht es bedarf, um mit Demenz in unserer Leistungsgesellschaft zu leben. Insbesondere für jüngere Menschen ist dies eine große Herausforderung, der Viktoria von Grone mit Annahme, Bekenntnis und Lebendigkeit begegnet.
Claudia Thoelen, die schon viele fotografische Projekte mit Menschen mit Demenz umgesetzt hat, fängt in ihren Bildern berührende Momente ein. Ermutigende Aussagen von Viktoria von Grone, die beschreiben, wie sie sich ihr Leben neu erobert, unterstreichen diese. Sie eröffnen uns neue Perspektiven auf dem Weg zu einer aufmerksamen, wertschätzenden und demenzfreundlichen Gesellschaft.
 
Termine, Orte und Kooperationspartner:
12.05.2015, in der Mercatorhalle Duisburg im City Palais
im Rahmen der Jahrestagung "Selbstbestimmt dement" der Landesinitiative Demenz-Service NRW
 
27.06. – 12.08.2015, im Jochen Klepper Haus
in Kooperation mit: Evangelisches Christophoruswerk e.V.
 
14.08. - 23.09.2015, im Rathaus Oberhausen
in Kooperation mit: Stadt Oberhausen, Netzwerk Demenz Oberhausen
 
25.09. - 13.11.2015, im Gesundheitsamt Bottrop
in Kooperation mit: Stadt Bottrop
 
17.11. - 18.12.2015, in der Volkshochschule Essen
in Kooperation mit: Volkshochschule Essen, Netzwerk Demenz Essen
 
26.01. - 26.02.2016, in der Hauptstelle der Stadtsparkasse Duisburg
in Kooperation mit: Sparkasse Duisburg, Alzheimer Gesellschaft Duisburg und FORUM Demenz
 
11.03. - 29.04.2016, in der Stadtsparkasse Mülheim
in Kooperation mit: Sparkasse Mülheim, Alzheimer Gesellschaft Mülheim an der Ruhr
 
Die beiden Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier:
 
Presseartikel und Beitrag zur Ausstellung auf You-Tube:
 
 
Bilder von den Eröffnungsveranstaltungen:
 
 
im Gesundheitsamt Bottrop
 
 
in der Volkshochschule Essen
 
 
 
 
in der Stadtsparkasse Duisburg
 
 
in der Stadtsparkasse Mülheim

Veranstaltungen 2014

Bewegungsfreude gemeinsam erleben
Teilhabe von Menschen mit Demenz

Oktober 2014

 
Am 30. Oktober 2014 folgten rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Einladung des Demenz-Servicezentrum Region Westliches Ruhrgebiet, des Netzwerk Demenz Essen und Essener Sportbundes e.V. zum Fachtag „Bewegungsfreude gemeinsam erleben –Teilhabe von Menschen mit Demenz“ ins Tagungszentrum Hotel Franz in Essen.
 
Foto: Nko Synnatzschke, KNSY
 
Akteure aus dem Bereich des organisierten Sports, aus dem Bereich der Versorgungslandschaft, Begleiter und Angehörige sowie Menschen mit Demenz kamen ins Gespräch miteinander. Die Vorstellung aktueller Projekte, der Austausch in den Workshops, zahlreiche Informationsstände und die Gespräche in den Pausen gaben den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wertvolle Impulse, sorgten für Transparenz und machten deutlich, welche Akteure in welchen Regionen zum Thema „Demenz und Bewegung“ aktiv sind bzw. sich gemeinsam auf den Weg machen. Vernetzung, Bewegung und praxisnahe Anregungen prägten den Veranstaltungstag.
 
Eine ausführliche Tagungsdokumentation steht hier als Download zur Verfügung.
Kultur gemeinsam erleben
Teilhabe von Menschen mit Demenz

Juni 2014

 

Am 26. Juni 2014 fand im Zentrum Altenberg in Oberhausen die Fachtagung „Kultur gemeinsam erleben – Teilhabe von Menschen mit Demenz“ statt. Rund 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren der Einladung des Demenz-Servicezentrums Westliches Ruhrgebiet und des netzwerk demenz oberhausen gefolgt.

Das Thema Demenz ist inzwischen immer mehr gesellschaftlich angekommen. Es gibt Leistungen und Angebote in der Versorgungslandschaft, die unterstützen, entlasten und das Leben mit Demenz im Alltag erleichtern. Zu einem der Bereiche, der bisher weniger entwickelt ist, gehören Angebote durch die Menschen mit Demenz an Kunst und Kultur teilhaben können.

Kunst und Kultur öffnen Türen – in vielerlei Hinsicht!  Sie bieten Möglichkeiten der Begegnung, Menschen treten hier in den Austausch miteinander und erleben gemeinsam Schönes, z.B. bei dem Besuch eines Konzertes oder bei der Teilnahme an einer Museumsführung – das ist für viele Menschen eine Selbstverständlichkeit. Auch für Menschen mit Demenz sollte diese Möglichkeit zur Erfahrung von Lebensqualität durch kulturelle Angebote nicht verloren gehen oder vielleicht sogar neu zugänglich gemacht werden.

In der Veranstaltung wurden viele Impulse gegeben und praktische Beispiele vorgestellt, um noch mehr Offenheit für dieses wichtige Thema zu schaffen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Bereichen Kunst und Kultur, der Versorgungslandschaft, Begleiter und Angehörige sowie Menschen mit Demenz kamen ins Gespräch miteinander.

In den Begrüßungsworten stellte Verena Krekeler vom Demenz-Servicezentrum Westliches Ruhrgebiet heraus, dass gerade das „Aufeinander zugehen“ und  „Neues auszuprobieren“ für den Anstoß und die Entwicklung kultureller Angebote für und mit Menschen mit Demenz so wichtig sei. Es bedarf auf der einen Seite, dass sich kulturelle Einrichtungen öffnen, auf der anderen Seite aber auch, dass innerhalb der Versorgungslandschaft kulturelle Angebote und der Zugang zu diesen von Mitarbeitenden in der Pflege und Begleitung sowie von Angehörigen von Menschen mit Demenz mitgedacht werden.

Im Anschluss folgten Grußworte von Andreas Stahl, Bereichsleiter des Büros für Chancengleichheit der Stadt Oberhausen. Seine einleitende Frage „Kunst, Kultur und Demenz – geht denn das?“ beantwortete er mit einem eindeutigen „Na klar!“. Gerade für Menschen mit Demenz biete sich hier die Chance, sich mitzuteilen. Besonders in der Phase, in der die sprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten schwinden, lassen sich dem sozialen Umfeld Gefühle und Stimmungen auf anderem Wege vermitteln. Kunst schaffe Zugänge und löse Bilder bei uns aus, die mit Emotionen verbunden seien – Kulturelles Erleben schaffe Momente, die bereichern und Verbindungen zwischen Menschen herstellen. „Kunst ist kreativ und offen. (…) Kunst fordert heraus.“ Daher, so Andreas Stahl, „Sei Kunst ein wichtiger Bestandteil der Arbeit mit Menschen mit Demenz“. Das Thema Demenz gehöre insgesamt noch viel mehr in die Öffentlichkeit. Dabei könne Kultur ein Sprachrohr sein und mit dafür sorgen, dass wir mit dem Thema Demenz offen und ganz selbstverständlich umgehen.

Nachfolgend wies Holger Eichstaedt vom netzwerk demenz oberhausen in seinen Eröffnungsworten auf das Recht der gleichberechtigten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für Menschen mit Demenz mit Bezug auf die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen hin.

Am Vormittag ging es weiter mit der Einführung ins Thema. In einer durch Elke Riedemann vom Demenz- Servicezentrum Westliches Ruhrgebiet moderierten Gesprächsrunde sprachen Menschen mit Demenz zum Thema „Kulturelle Teilhabe“ für sich selbst. Viktoria von Grone, Christa Clees und Wolfgang Steinbring sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer der unterstützten Selbsthilfegruppe „Dementi“ aus Duisburg. Für einige der Betroffenen gehörten Kunst und Kultur schon immer im Leben mit dazu, sie sind ein Stück Normalität. Im Alltag bieten sie auch einen wichtigen Ausgleich. Viktoria von Grone: „Durch meine geistigen Einschränkungen mache ich im normalen Alltag oft schmerzhafte und kränkende Erfahrungen, die ich irgendwie hinnehmen muss. Kunst und Kultur sind ein wichtiger Ausgleich, Positives und Neues auch mit anderen zusammen zu erleben.“

Im Anschluss stellte Almuth Fricke von kubia im Institut für Bildung und Kultur e.V. im Fachvortrag „Kunst und Kultur beflügeln“ Ansätze der Kulturarbeit für und mit Menschen mit Demenz vor.

Sybille Kastner vom Wilhelm Lehmbruck Museum berichtete in eindrücklicher Weise über das Forschungsprojekt „Kunst ist für alle da – Menschen mit Demenz im Museum“ und von vielen positiven und interessanten Erfahrungen aus ihrer Praxis im Projekt.

Während der Mittagspause gab es einen kleinen Imbiss sowie die Möglichkeit, die Informationsstände zu besuchen und sich auszutauschen. Ein  Pausen-Highlight: das Zentrum Altenberg war nicht nur Tagungsort. Der Direktor des LVR Museum Oberhausen, Herr Dr. Zeppenfeld,  öffnete sein Haus am Veranstaltungstag auch für eine Museumsführung für Menschen mit Demenz. So hatten einige Tagungsteilnehmer die einmalige Gelegenheit, eine von Sybille Kastner vermittelte Führung kennenzulernen.

Nach der Pause ging es weiter mit dem Blick in die Praxis: Elisabeth von Leliwa und Anja Renczikowski gaben Einblicke in die Konzertvermittlung und Konzertbegleitung. Sie stellten das Projekt „Auf den Flügeln der Musik: Konzerthäuser öffnen ihre Türen für Menschen mit Demenz“ vor. Musikalisch ging es weiter mit Brigitte Heller vom Demenz-Servicezentrum Dortmund und Jürgen Kleinschmidt, Chorleiter im Projekt „Singen im Chor für und mit Menschen mit Demenz“. Der Ansatz des gemeinsamen Singens im Chor wurde gleich greifbar und erlebbar als Herr Kleinschmidt mit den Tagungsteilnehmern zu Beginn eine Gesangsübung anstimmte.

Im Anschluss berichtete Jessica Höhn vom Theaterkollektiv Demenzionen sehr anschaulich von verschiedenen Projekten und ihren Erfahrungen aus dem Theaterspiel für Hochaltrige und Menschen mit Demenz.

Bilder zur Veranstaltung finden Sie hier in der Fotodokumentation.

Veranstaltungen 2013

Quartiersnahe Versorgungskonzepte für Menschen mit Demenz
1. Sterkrade Symposium

Oktober 2013

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels werden kluge Konzepte zur Versorgung von Menschen mit Demenz zunehmend wichtiger. Dahinter verbirgt sich der Wunsch der Menschen, solange wie möglich zuhause leben zu können. Dazu werden situationsangemessene Versorgungskonzepte benötigt.
 
Mit diesem Grundgedanken beschäftigten sich Gesundheitsakteure im netzwerk demenz oberhausen im 1. Sterkrader Symposium. In Oberhausen-Sterkrade haben sich Menschen und Institutionen auf den Weg gemacht, Antworten und Lösungen auf drängende Zukunftsfragen der Versorgung zu finden. Das Symposium "Quartiersnahe Versorgungskonzepte von Menschen mit Demenz" und beschäftigte sich mit Konzepten zur Weiterentwicklung von Quartieren und gab hierzu wichtige Impulse.
 
Veranstalter waren das Demenz-Servicezentrum Westliches Ruhrgebiet, Gute Hoffnung leben und das Netzwerk Demenz Oberhausen. 
 
"Demenz, was nun?"
Angebotsvielfalt kennen und nutzen

September 2013

 
Am 24. September 2013 fand in Essen in der Volkshochschule Essen die Auftaktveranstaltung "Demenz, was nun?" des Demenz Servicezentrum Westliches Ruhrgebiet statt, in dessen Mittelpunkt die Angebotsvielfalt und Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit Demenz und Angehörige in Essen standen.
 
In der Stadt Essen leben etwa 9.000 Menschen mit Demenz. Die Diagnose Demenz, die Pflege und Begleitung zu Hause ist mit vielen Fragezeichen und Herausforderungen verbunden. Es gibt sehr viele Leistungen und Angebote, die unterstützen, entlasten und das Leben mit Demenz für Betroffene und Angehörige erleichtern. Dennoch werden diese von den Betroffenen immer noch sehr zögerlich in Anspruch genommen. Dies nahm das Demenz Servicezentrum Westliches Ruhrgebiet gemeinsam mit den Netzwerken und Akteuren vor Ort zum Anlass, über die Angebotsvielfalt zu informieren und in einen Dialog mit Fachleuten, Familien, Angehörigen und Freiwillig engagierten Menschen zu gehen.
 
Bürgermeister der Stadt Essen Franz-Josef Britz überbrachte Grußworte und stellte das große Engagement von Unterstützern in Essen heraus. Viele Menschen setzten sich gemeinsam für Menschen mit Demenz und deren Angehörige ein, es gebe tatsächlich eine große und bunte Vielfalt von Angeboten. Er wies auch auf den erst kürzlich verabschiedeten Konsens "Desorientierte und an Demenz erkrankte Patienten in Essener Krankenhäusern" hin, der von allen Krankenhäusern und Kliniken unterzeichnet wurde. Er wünsche sich aber, dass das Thema Demenz und Engagement der Unterstützer in Essen noch bekannter würden. Viele Menschen würden durch Veranstaltungen wie diese über wichtige Hilfen informiert, könnten auch als Multiplikatoren Informationen weitertragen und anderen betroffenen Familien den Zugang zum Thema Demenz erleichtern.
 
Carsten Brandenberg von der Memory Clinic Essen referierte zum Thema "Diagnostik und Therapie bei Demenz" und gab in seinem Vortrag einen Überblick. Viele Beispiele aus der Praxis machten das Thema fassbar und gaben den Besuchern die Möglichkeit, einen Einblick zu gewinnen.
 
Im Anschluss nahm Annette Wernke vom Demenz Servicezentrum Münsterland die Perspektive von betroffenen Angehörigen ein und referierte zum Thema "Resilienz". Die Stärkung der inneren Kräfte sei gerade in der häuslichen Pflege und Betreuung von großer Bedeutung. Sie zeigte Wege auf, durch Resilienz mit Krisensituationen umzugehen und welche Kräfte und Ressourcen hier als Energiespender wirken können.
 
In der Pause gab es die Möglichkeit, am "Markt der Informationen" sich über die Angebotsvielfalt in Essen an Informationsständen auch im persönlichen Gespräch zu informieren. Vertreten waren das Netzwerk Demenz Essen, das Netzwerk Demenz Kettwig, Essener Kliniken und Krankenhäuser, die Pflegestützpunkte, niedrigschwellige Unterstützungsangebote und Tagespflegen.
 
Im Anschluss informierten Markus Schneider und Tanja Steinhauer von der Novitas BKK zu den Leistungen der Pflegekasse bei Demenz. Die gesetzlichen Leistungsansprüche wurden mit dem Pflegeneuausrichtungsgesetz weiter ausgebaut. Es wurden viele Fallbeispiele aus der Praxis gegeben und Möglichkeiten aufgezeigt, z.B. durch die Unterstützung der Pflegeberater/innen und Pflegestützpunkte, sich im Einzelfall über die Leistungen der Pflegekasse, Antragstellungen sowie passende wohnortnahe Hilfen zu informieren.
 
Ein Podiumsdialog schloss sich an, in dem Mediziner, Anbieter, Angehörige und Unterstützer aus Essen zu Wort kamen. Es wurden Angebote wie häusliche Unterstützungsdienste, Angehörigengruppen, Tagestreffs für Menschen mit Demenz und Angehörige sowie der Zugang zu diesen vorgestellt. Auch der Umgang mit Demenz in Krankenhäusern wurde thematisiert. Martina Lorenz als betroffene Angehörige machte Mut, sich frühzeitig Unterstützung zu suchen und im persönlichen Umfeld mit dem Thema Demenz offen umzugehen. Das mache vieles leichter. Die Pflege und Betreuung zu Hause gelinge auf Dauer nicht allein, sondern müsse auf mehrere Schultern verteilt werden.
 
Den musikalischen Abschluss bot Anja Lerch am Klavier und aktivierte das Publikum mit Liedern zum Mitsingen.
 
Diese Veranstaltung machte den Auftakt für weitere Informationsnachmittage in Stadtteilen des Westlichen Ruhrgebiets: in Duisburg-Meiderich, -Ruhrort, -Süd und -Homberg, in Mülheim-Saarn und -Mitte, in Oberhausen-Osterfeld und -Buschhausen.
 
Hier können Sie die Präsentationen der Vortragenden und Handouts herunterladen:
Bilder zur Auftaktveranstaltung:
 
 
 
 
Zurückblicken und nach vorne schauen
10 Jahre Niedrigschwellige Angebote - Entwicklung und Perspektiven

Juli 2013

 
Am 10. Juli 2013 fand im Abtei-Zentrum in Duisburg-Hamborn die Fachtagung „Zurückblicken und nach vorne schauen“ statt. Einhundertfünfzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Nordrhein-Westfalen waren der Einladung des Demenz-Servicezentrums Westliches Ruhrgebiet gefolgt. Im Mittelpunkt der Tagung standen die Niedrigschwelligen Angebote für Menschen mit Demenz, die sich mit den gesetzlichen Ansprüchen auf Betreuungsleistungen seit nunmehr zehn Jahren in der Versorgungslandschaft in Nordrhein-Westfalen weiterentwickelt und verstetigt haben. Eine spannende Dialogveranstaltung, in der ehrenamtlich und freiwillig Engagierte ebenso wie Fachkräfte aus den Kommunen, Einrichtungen und Diensten sowie Angehörige zu Wort kamen.
 
 
In der Begrüßung apostrophierte Hartfried Toennessen vom Trägerverbund Demenz-Service-Westliches Ruhrgebiet die Bedeutung von zugehenden und koordinierten Unterstützungsangebote für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen.
 
 
Anschließend stellte Elke Riedemann Ergebnisse einer Meinungsumfrage zu unterschiedlichen Aspekten von Niedrigschwelligen Anbietern im Westlichen Ruhrgebiet vor (z.B. zur Kundengewinnung, zur Gewinnung und Schulung von ehrenamtlichen Mitarbeitern, Öffentlichkeitsarbeit, Einsatz von Fahrdiensten etc.).
 
Danach folgten die Teilnehmer den aufschlussreichen Zahlen, Daten und Fakten zu den Niedrigschwelligen Angeboten in Nordrhein-Westfalen. Das Dialog- und Transferzentrum Demenz, vertreten durch den Leiter, Detlef Rüsing, stellte Teilergebnisse aus einer noch nicht abgeschlossenen Untersuchung vor. Auf eindrucksvolle Weise wurde vermittelt, wie die vermeintlich vorhandenen Bedarfe von Menschen mit Demenz den real abgerufenen Betreuungsleistungen und den bestehenden Betreuungskapazitäten gegenüberstehen. Schnell verdeutlichten die Ergebnisse, dass trotz der Verfünffachung der Niedrigschwelligen Angebote seit 2003 noch ein erheblicher Steigerungsbedarf besteht, sollten wirklich alle Menschen mit Demenz ihren Anspruch auf Betreuungsleistungen realisieren.
 
Das was vor zehn Jahren aus einem kreativen, bedürfnisorientierten wohnortbezogenen Engagement von Familien, Freiwilligen und professionellen Helfern erwachsen ist, hat heute als Niedrigschwelliges Unterstützungsangebot mit staatlicher Anerkennung einen festen Platz in der Versorgungslandschaft von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen, und ist weiterhin beförderungs- und ausbaubedürftig.
 
 
Daneben, so betonte es Stefan Juchems vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, soll ein besonderes Augenmerk auf die Teilhabe und Inklusion gelegt werden. Um den Herausforderungen der demografischen Entwicklung zu entsprechen werden demenzfreundliche Strukturen benötigt. Wie zum Beispiel in Sportvereinen, Kirchengemeinden, Sing- und Chorgemeinschaften, Museen, aber auch in Lebensmittelgeschäften, bei den Verkehrsbetrieben, der Polizei oder Feuerwehr. Es bedarf einer Gesellschaft von Bürgern mit Verständnis und einem zugewandtem Umgang für Menschen mit Demenz, so dass ein natürliches Miteinander weiterhin bestehen bleibt. Dies bestärkte auch Klaus Besselmann von der Informations- und Koordinierungsstelle der Landesinitiative Demenz-Service NRW. Er hob in diesem Zusammenhang den wichtigen Beitrag der Unterstützung und Vernetzung der Akteure in der Versorgungslandschaft durch die 13 Demenz-Servicezentren in NRW hervor. Dieser stellt einen wesentlichen Aspekt zum Aufbau und zur Beförderung von demenzfreundlichen wohnortnahen Angeboten und Möglichkeiten zur Teilhabe von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen dar.
 
Dazu ergänzte Hartfried Toennessen: Daran sollten alle Akteure, unabhängig von der politischen Wetter- oder Kranken- und Pflegekassenlage, interessiert sein und arbeiten. Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen brauchen vielfältige, bedürfnisgerechte und wohnortnahe Angebote, die verlässliche Mindestanforderungen für die Betreuung erfüllen. Diese Betreuungsleistungen sollten von ehrenamtlichen ebenso wie von professionellen Helfern angeboten werden, so dass den Bedürftigen die Entscheidungsfreiheit bleibt, welches Angebot sie wählen.