Duisburg und Demenz

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Foto: Elke Riedemann

Die Stadt Duisburg hat 489.599 Einwohner, etwa 6.991 Menschen sind an einer Demenz erkrankt. Jährlich sind ca. 2000 Menschen neu von einer Demenz betroffen. Im Demenzbericht der Stadt Duisburg wird die Situation der ambulanten, teilstationären und stationären Pflege dargestellt.

Wohnortnahe Versorgungsstrukturen    

Für die Aufgabe Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen wohnortnahe Versorgungsstrukturen anzubieten sind in Duisburg verschiedene Wege vorhanden:

Die sogenannten niedrigschwelligen Betreuungsangebote bieten Betreuung und Begleitung für Menschen mit Demenz, die außerdem eine Entlastung für die pflegenden Angehörigen bedeuten:

  • Betreuungscafés, 
  • Tagesbetreuungsgruppen, 
  • Häusliche Unterstützungsdienste,
  • privatgewerbliche und wohlfahrtsverbandliche Betreuungsdienste (Alltagsbegleiter)
  • Gesprächsgruppen für pflegende Angehörige
  • Kurse für pflegende Angehörige

Als Entlastung von pflegenden Angehörigen und Gruppenaktivitäten für die Menschen mit Demenz eignen sich insbesondere die Tagespflegen . Diese Einrichtungen haben sich auf die Bedürfnisse und Besonderheiten in der Begleitung und Betreuung von Menschen mit Demenz eingestellt.

Betreuungsangebote in Duisburg

Schon ab Pflegestufe 0 können Leistungen der Pflegeversicherungen in Anspruch genommen werden. Die Betreuungsangebote finden Sie unter Information und Beratung für den jeweiligen Wohnort in den stadtteilbezogenen Wegweisern Demenz oder in der Datenbank der Landesinitiative Demenz .

Fragen zur Pflege

Wenn die Pflege im fortschreitenden Verlauf der Demenz zunimmt, bietet es sich an einen ambulanten Pflegedienst als Unterstützung einzubeziehen. Bei der Wahl des passenden ambulanten Pflegedienstes entstehen viele Fragen, denen in der Broschüre "Was ist wenn ...?" der Landesstelle Pflegende Angehörige NRW auf den Grund gegangen wird. Eine Liste der ambulanten Pflegedienste wird im Seniorenwegweiser "Älter werden in Duisburg" zur Verfügung gestellt.

Beratung und medizinische Anlaufstellen

Für individuelle Information und Beratung sind unterschiedliche Beratungsstellen in Duisburg vorhanden, die die persönliche Lebenssituation berücksichtigen und aktuell relevante Informationen weitergeben.

In den Stadtbezirken sind verschiedene medizinische Anlaufstellen vorhanden, die die medizinischen Versorgung sicher stellen. Sowohl Krankenhäuser mit einer Geriatrie oder einer gerontopsychiatrischen Klinik als auch Fachärzte für Neurologie und Psychiatrie stellen nach Überweisung durch einen Hausarzt eine gesicherte Diagnose. Je früher eine Diagnose erstellt ist, desto gezielter kann die weitere Lebensplanung von den Betroffenen beeinflusst werden. Die Krankenhäuser in alpabetischer Reihenfolge finden Sie hier . Für die Liste der Fachärzte für Neurologie und Psychiatrie folgen Sie diesem Link.

Wohnen mit Demenz

In der Frage, welche Wohnform wählen die Menschen mit Demenz sind verschiedene Möglichkeiten vorhanden: Neben der Versorgung zu Hause können die Betroffenen in ambulant betreute Wohngemeinschaften oder in  stationäre Pflegeeinrichtungen einziehen, wenn eine Versorgung in eigener Wohnung nicht mehr möglich ist.

Kulturelle Teilhabe und Demenz

Die Abteilung der Kunstvermittlung des Wilhelm Lehmbruckmuseums hat 2007 - deutschlandweit als erste - ein besonderes Kunstmuseums- Programm für Menschen mit Demenz entwickelt. In Duisburg finden seitdem regelmäßige Kunstführungen für Menschen mit Demenz und ihre Begleiterinnen und Begleiter statt.